Touristen (Witze)
Ein Amerikaner besichtigt Holland. Ein holländischer Bekannter führt ihn herum. Überall hat der Amerikaner etwas auszusetzen. Er meint, in allen technischen Dingen seien die Niederlande doch weit zurück. Schließlich fahren sie über Land. Überall stehen Windmühlen. "Was sind das denn für komische Dinger?" fragt der Amerikaner. Der Holländer erklärt: "Das sind Ventilatoren, die halten im Sommer die Luft über den Wiesen frisch!" "Well, well, Kompliment", ruft der Amerikaner erstaunt, "soweit sind wir selbst in den Staaten noch nicht!"
Ein deutsches Ehepaar besichtigt Paris. Die Anstrengungen bekommen der Dame nicht gut, und sie sinkt auf einer Bank nieder. Sofort wird sie von Einheimischen umringt, die ihre Hilfsbereitschaft bekunden. "Ach herrje", stöhnt die Frau zu ihrem Mann, "wenn ich wüßte, wie >Eau de Cologne" auf französisch heißt!"
Fragt ein Ortsfremder im Autobus seinen Nachbarn: "Ich möchte zum Königsplatz. An welcher Haltestelle muß ich aussteigen?" "Richten Sie sich nur nach mir. Sie müssen zwei Haltestellen vor mir raus."
Ein aufgeregter Herr mit James-Bond-Koffer in der Hand hält in München auf der Straße den Lochner Girgl an und schnauzt:
Sachen Se mal, wissen Se, wo der Stachus liecht? "
Ja, dös woaß i scho", sagt da der Girgl und geht weiter.
Ein Tourist aus Norddeutschland möchte gerne einen Münchener ärgern. Er steht vor dem Rathaus, gerade als das Glockenspiel ertönt, und sagt zu einem Nebenstehenden, den er als Einheimischen einstuft:
Sachen Se mal Mann, wat is denn det für ne Kapelle." Worauf er zur Antwort erhält:
I woas a net, i bin selber bsoffen."
Ein Tourist aus Norddeutschland hält einen Münchner an.
He Sie da, ich möchte gerne zum Hofbräuhaus."
Gehn's nur zua", sagt da der Münchener,
I hob nix dagegen."
Sachen Se mal," fragt ein Berliner, der eben angekommen ist einen Einheimischen.
Is det hier der Wech zur Löwenbrauerei."
Ja freili", sagt der Münchener,
sie hörns ja schon brülln."
Wat denn, die Löwen? " "Na, na, die Preufi'n!"
Dem Herrn Obermaier wird vom Arzt eine Kur verordnet. Am Kurort angekommen, findet er auch bald Anschluß bei anderen Kurbedürftigen, und es gefällt ihm ganz gut. Beim Essen sitzt an seinem Tisch ein ruhiger, gepflegt wirkender Franzose. Dieser hat die Angewohnheit, jedesmal, bevor er mit dem Essen beginnt, aufzustehen und zu seinem Gegenüber, Herrn Obermaier, zu sagen:
Bon appe- tit". Der Herr Obermaier ist der Meinung, daß sich der höfliche Franzose vorstellt und erwidert:
Obermaier". Das Spiel wiederholt sich. In der Frühe, mittags, abends.
Bon appetit".
Obermaier." Langsam beginnt sich der Herr Obermaier Gedanken zu machen weil sein Gegenüber nie aufhört sich vorzustellen. Da trifft er einen Bekannten, dem er seine Besorgnis mitteilen kann.
Stell dir vor, i hab am Tisch einen reizenden Menschen, an Franzos. Der stellt sich jedesmal vorm Essen als Bonnappetti vor. I weiß bald nimmer, was i sagn soll!" Der Freund: ,,Geh doch zua, dös darfst net weiter erzählen, dös heißt doch bon appefit, guten Appetit." Dem Herrn Obermaier fällt ein Stein vom Herzen. Gleich beim nächsten Essen möchte er mit dem frisch erworbenen Wissen glänzen und zeigen, daß auch er sich zu benehmen versteht. Betont vornehm erhebt er sich beim Essen und sagt zu seinem Gegenüber:
Bon appetit". Dieser erhebt sich ebenfalls und sagt:
Obarmeiar.
Ein gutgekleideter Feriengast betritt erhitzt die kleine Dorfwirtschaft und bestellt ein Glas Bier. Der Wirt fühlt sich durch den Besuch geehrt und versucht, als er das Bier bringt, ein Gespräch anzuknüpfen. ,,O mei", sagt er,
dös is heut a Hitz. Wann Sie so schwitz'n, müass'ns doch g'rennt sei' wie a Stück Vieh." Der gut gekleidete Feriengast fährt auf:
Ich verbitte mir derartige Vergleiche, das ist doch unerhört."
No ja", meint der Wirt begütigend,
sans doch net gleich beleidigt, i hab's ja net so g'moant, i moan ja nur, weil-s schwitz'n wia a Sau."
Der Lachnerbauer will mit dem Zug in die Stadt. Als der Zug einfährt, schicken sich die Leute an einzusteigen. Nur der Lachnerbauer nicht. Er geht die Wagen entlang und blickt suchend in die Abteile, die ihm anscheinend zu voll sind.
Alles einsteigen", schreit da der Bahnhofvorstand, und hebt die Kelle. Der Lachnerbauer stellt seinen Kofferabund läßt den Zug abfahren. Dem Vorstand aber droht er finster und wütend mit dem Regenschirm.
Glaubst du vielleicht, i laß mi von dir herumkommandieren, du Rammel, du Gscherter!"
Ein Schweizer will beim amerikanischen Konsulat ein Visum beantragen und füllt den Fragebogen aus. Nachdem er Name und Alter angegeben hat, stößt er auf die Frage:
Sex"? Schließlich schluckt er tapfer und schreibt:
Ja, dreimal in Genf."
Kopfschüttelnd betrachtet der Tourist aus Texas den Eiffelturm und sagt zu seiner Frau:
Nun komme ich schon zum sechstenmal hierher, aber noch immer scheinen die Burschen nicht auf Öl gestoßen zu sein."
Hans-Peter, wohin fährst du in diesem Jahr in Urlaub?"
Nach England mit dem Wagen."
Da mußt du aber aufpassen", meint Erwin,
die haben Linksverkehr." Nach einigen Wochen treffen sie sich wieder.
Na, wie war's in England?" erkundigt sich Erwin.
Ich bin doch nicht hingefahren."
Warum nicht?"
Ich habe das mit dem Linksverkehr zwischen München und Würzburg mal ausprobiert. Das ist ja lebensgefährlich!"
Der Schiffbrüchige liegt auf einem Floß. Nur eine Weinflasche konnte er retten. Ein vorbeifahrender Kapitän signalisiert:
Kann ich Ihnen helfen?"
Ja/" signalisiert der Schiffbrüchige.
Haben Sie einen Korkenzieher?"
Lehmann gibt am Stammtisch mit der Kreuzfahrt an, die er im Urlaub gemacht hat:
Und als wir in der Karibik waren, brach die Schraube." Wundert sich ein Stammtischbruder:
Ich dachte, deine Frau sei nicht mitgefahren!"
Wer ist denn der Herr, der da jetzt auf uns zukommt?" fragt der Manager seine Frau auf der Party.
Das ist Herr von Watzmann", kann sie gerade noch flüstern, als er schon beiden die Hand hinstreckt.
Ach, das ist aber eine Überraschung", begrüßt Ihn der Manager,
Sie hier zu treffen, so weit weg von Berchtesgaden!"
Lord Fulham, ein leidenschaftlicher Forschungsreisender, ist zu einer Party eingeladen. Die Gastgeberin nimmt ihn beiseite und fragt ihn.-
Sagen Sie, Sir. machen Ihnen die gewagten Dekolletes der anwesenden Damen gar nichts aus?"
Die sind mir noch gar nicht zu Bewußtsein gekommen, teuerste Lady. Wissen Sie, ich bin gerade aus Afrika zurückgekommen."
Ich habe gehört, ihr fahrt dieses Jahr doch nicht nach Italien."
Ganz falsch! Nicht nach Italien sind wir schon im letzten Jahr gefahren. Dieses Jahr fahren wir nicht nach Spanien!"
Ein Mann geht in voller Taucherausrüstung durch die Sahara. Als er eine Karawane trifft, fragt er:
Können Sie mir sagen, wie weit es bis zum Meer ist?"
Ungefähr tausend Kilometer."
Einen ganz schön breiten Sandstrand haben Sie hier!"
Ein aus Deutschland geflüchteter Jude betritt in Israel das Land:
Zweitausend Jahre haben wir umsonst um Rückkehr gebetet - und ausgerechnet mich muß es treffen!"
In Israel. Ein jüdischer Tourist trifft in Jerusalem einen früheren Bekannten aus Europa. Er fragt:
Bleiben Sie lange hier in Israel?"
Lebenslänglich."
Im Allgäu erklärt der Fremdenführer, daß hier viele Moränen lägen, die einst von den Gletschern hierher transportiert worden seien. Ein Fremder erkundigt sich, wo denn die Gletscher jetzt seien.
Die sind wieder in die Berge zurück und holen die nächsten Moränen."
Ein Gelehrter besucht Wien. Er fragt einen Straßenarbeiter:
Was tun Sie denn da?" Antwort:
Ramaduri (Räumen tue ich)".
Und was tun die anderen da?" -
Ramadans". Als er zu Hause nach seinen Eindrücken über Wien und Österreich ganz allgemein gefragt wird, stellt er fest:
Also, das muß man den Wienern lassen: Sogar die Straßenarbeiter können im Sanskrit deklinieren."
Am Pier von New York redet ein alter, zerlumpter Jude auf den Kapitän eines nach Israel fahrenden Schiffes ein: ,Herr Kapitän, haben Sie Mitleid mit einem sterbenden Juden/ Nehmen Sie mich um Gottes Lohn mit nach Israel, damit ich begraben sein kann im Land meiner Väter." Der Kapitän erbarmt sich und nimmt den Bittsteller mit. Aber bei der Ausfahrt aus Haifa steht derselbe Mann wieder am Pier und fleht, der Kapitän möchte ihn doch wieder nach New York zurückbringen.
Wissen Sie", erklärt er,
mein Leiden hat sich gebessert. In Israel sterben - ja. Aber leben?"
Nun wollte er wissen, ob ich zum Tee Milch, Sahne oder Zitrone nähme. Ich wünschte Milch. Aber damit war der Butler immer noch nicht zufrieden. ,Sehr wohJ, mein Herr', erwiderte er und fragte weiter: ,Soll es Milch von Kühen aus Jersey, aus Guernsey oder aus Friesland sein?'"
Ein Geograph kommt von einem Studienaufenthalt in England zurück. Um zu beweisen, in welch auserwählten Kreisen er verkehrte, erzählt er:
Am ersten Morgen meines Aufenthaltes bei meinen englischen Freunden fragte mich deren Butler, ob ich Kaffee, Tee oder Milch zum Frühstück wünsche. Ich habe mich für Tee entschieden. Darauf fragte der Butler, ob ich Tee aus Ceylon, Assam oder China wolle. Ich entschied mich für Ceylon-Tee.
Auf dem Viktualienmarkt in München stehen zwei Neger aus dem Kongo und suchen aus dem reichhaltigen Angebot ihr Obst aus. Fachmännisch begutachten sie das Angebot und prüfen jedes einzelne Stück, wie sie es von den einheimischen Märkten gewohnt sind. Da wird die Gemüsefrau auf den einen aufmerksam und fährt ihn an:
Sofort nimmst Deine Pratzn aus meine Äpfi raus, Du Saupreiß, Du afrikanischer!"
In München steigt ein junges Mädchen in die Straßenbahn. Es wird von einem Neger begleitet. Ein Preuße regt sich auf:
Eine Schande ist das!" Ein daneben sitzender Bayer schaut den Preußen bös an und sagt:
Du, des merkst da fei, bei uns da gibt's koan Rassenhaß -du Saupreiß, du!"
In München. Ein Fremder kommt am Hauptbahnhof an.
Sie, wo geht's denn hier zur Bayerstraße?"
Ja, wos fahrst denn so weit fort, wennst Dich net auskennst!"
Schimpft der Gast: "Das Essen in Ihrem Restaurant ist miserabel, jeder Bissen das reinste Gift! Und außerdem sind Ihre Portionen lächerlich klein."
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