Saechsische (Witze)

Auf dem Standesamt. Der Beamte: "Un wie solln nu dähr Gleene heeßn?" "Nu, mir dachdn an Dangkward!" "Also, heern Se, seinen Nahm will ich wissn, nich, wasser mal warn soll!"

 

"Wie heeßdn eechendlich Ihr Gleener?" "Gindr." "Wie gonndn Se dähm bloß so ä Nahm gähm! Wenn Se nu mal Gindr rufn, da gomm doch alle meechlichn Gindr, bloß nich Ihr Gindr!"

 

Auf einem Jahrmarkt schießt ein Mann an einer Bude. Obwohl er schon ganz schön einen "gezwitschert" hat, trifft er hervorragend und gewinnt eine kleine lebende Schildkröte! Nach einer Weile ist er wieder da und schießt sich sogar den Hauptgewinn: eine Kristallschale. Darauf meint er: "Lassn Se ma die Grisdallschale, gähm Se liebor noch so ä Fischbreedchn!"

 

"Gäsdorn saß ich in dorr Äläggdrischn, da gahm am Augusdusbladz ä Amerigahner rein, sädzde sich mir gäschniewr, dahd de Beene off mein Schoß und las de Zeidungü!" "Nä, dähn hasdes awwr gegähm, was!?" "Wie denn, ich gonnde doch gee Englisch!"

 

Der alte Oehmichen aus Pirna hatte einen Traum: Ich hawwe gedräumd, daß'ch in Himmel gahm. Da lehnde eener am Zaun un saachde: "Gugge, dorr alde Oehmichen aus Berne." Ich mergde, daß das dorr Beedrus is. "Wo wollnsn hin?" "In dn Himmel." "Zur ewchn Seelichgeid gehds da driem lang, dann rechds. Dann gommse an eene große Diere. Dord globfn Se an, und dann ward Ihn aufgedahn!" Ich mache los un gomme ooch an die Diere un globbe, awwr mir ward nich aufgedahn! Ich globbe schdärgr! Nischd! Nu bummere ich dran. Widdr nischd. Nu nähme ich ä gleen Anlauf, sause gäschn die Diere, un endlich schbringdse uff, un ich schliddere iewrs Baargädd. Un was soll'ch Ihn saachn - da sidzd unser Harr Jesus in seiner ganzen Härrlichgeid, guggd mich middsein scheen giedchen Oochn an un saachd: "Cha - seglemmd 'n bißchen."

 

Große Hitze in der Stadt. "Muddie, mir isses so heeß!" "Schbrich nich so säggsch, mei Junge! Das heißd nich heeß. Heiß heeßds."

 

Ein Mann läuft über ein Feld. Da ruft ihm der Bauer zu: "Mechdn Sie elendr Lauseräddch nich oochnbligglich von mein Aggr runndorgehn!? Ich soll Sie wohl middr Rahdehagge uff n Nischl dibbn, daß Sie's Gehärne um da Ohrn schbrizzd! Frdimmich nochämal!!!" "Entschuldigen Sie, ich wußte nicht, daß das Betreten des Feldes verboten ist." "Na ahm drum! Desdorwäächn saache ich's Ihn ja ärschdema im Guudn!"

 

Ein Mann geht im Dresdner Hauptbahnhof den Bahnsteig entlang und ruft immer: "Herr Bäzold! Herr Bäzold!" Ein Reisender steckt seinen Kopf durch das Zugfenster und sagt: "Ja!?" Der Rufende bleibt stehen und haut dem Mann eine fürchterliche Ohrfeige runter. Die Umstehenden sind erschrocken. Zum Erstaunen der Augenzeugen des Vorfalls lächelt dieser jedoch: "Dähn habb ich awwr vorräbbeld, ich heeße gar nich Bäzold."

 

Zwei Freunde unterhalten sich. Sagt der eine: "Du, wenn ich ä mal bangsionierd bin, da sädz ich mich in ä Schauglschduhl un mache erschdema ä Värdljahr iewrhaubd nischd mähr!" "Un dann?" "Dann? Nu, dann war ich vielleichd mal ä Häbbchen schaugeln."

 

In der Sauna schaut ein Bayer einem anderen Bayern auf den Schwanz und fragt:
Warum steht da W und Y auf deinem Schwanz?? Da sagt der andere:
Wenn er steif ist, steht da Wendy.? Am nächsten Tag ist der Bayer wieder in der Sauna. Diesmal setzt er sich neben einen Sachsen schaut auf seinem Schwanz und sagt:
Deine Freundin heißt Wendy, oder?? Darauf der Sachse:
Nee warum??
Na wenn du einen Steifen hast steht da Wendy, wegen dem W und dem Y.? Darauf der Sachse:
Nee, wenn ich einen Steifen hab steht da:
Welcome to the Saxony and have a nice day."

 

Die Baustelle des "Palast der Republik" wurde auf Kosten vieler anderer Vorhaben vordringlich mit Baumaterial versorgt. Deshalb nannten ihn die Sachsen den "Ballast der Republik".

 

Kurz nach der Wende stehen in Ostberlin zwei Sachsen im Aldi vor dem Spirituosenregal. Sie suchen rauf, und sie suchen runter. Als die Verkäuferin vorbeikommt und die beiden mustert, fragen die sie: "Nu, Fröilein, saagense mal. Harn se denn och Erdbeersekt?" Da Aldi keinen Erdbeersekt führt, verneint sie das. Darauf der Sachse zu dem anderen: "Siehste, nu geht des hier och schon los."

 

"Der Sozialismus siegt", so erstrahlte jeden Abend die Leuchtschrift über dem Hochhaus am Pirnaschen Platz in Dresden. Jedes Mal, wenn der Sachse dort vorbeifuhr, las er das mit Genugtuung auf sächsisch: "Der Sozialismus siecht."

 

Durch den Dresdner Zoo schlendert ein Ehepaar. Vor einem Vogelgatter bleibt es stehen. Einige Pelikane watscheln vorüber. "Nu, gugge mal", sagt die Ehefrau, "die scheenen Schtörche!" "Das sind doch gar geene Schtörche", sagt der Ehemann tadelnd. "Das sinn die berihmten Beeligahne, aus denen die Dinde gemacht wird."

 

[1] [2] [3]