Juedische (Witze)
Während des Siebentagekrieges in Israel: Herschel wird vom Oberst über seine militärischen Kenntnisse inspiziert. "Herschel, was machst du, wenn du bist auf einem Patrouillengang?" "Komme ich zurück und melde alles." "Gut", sagt der Oberst. "Und wenn du stößt auf eine feindliche Patrouille?" "Ruhig verhalten und vorsichtig zurückziehen." "Gut", sagt der Oberst. "Aber, wenn die Patrouille dich hat entdeckt und schießt. Was machst du dann?" "Deckung nehmen, vorsichtig absetzen und zu rückziehen." "Hm, hm, hm", sagt der Oberst. "Herschel, kannst du mir sagen, warum du partout nicht schießen willst?" fragt der Oberst. "Na ja, Oberst, will ich dir sagen - weil fahr' ich morgen in Urlaub."
Kohn steht vor Gericht. "Sagen Sie, Angeklagter", fragt der Richter. "Haben Sie mit der Zeugin wie Mann und Frau zusammengelebt?" "Daß ich nicht lache!" ruft Kohn. "Wie Mann und Frau? Viel besser, viel besser!"
Ein Palästinenser und ein Jude treffen sich in Tel Aviv. Sie sitzen zusammen an der Bar des Hotels. "Na", sagt der Jude, "wie gefällt Ihnen unsere Stadt?" "Nicht schlecht, nicht schlecht", sagt der Palästinenser. "Aber, um mal das Thema zu wechseln, wie gefällt Ihnen unser Land?"
Lange Zeit schon haben die Israelis die Golanhöhen besetzt. Die syrischen Bauern sind zurückgekehrt, und sie haben sich, so weit es geht, mit den israelischen Soldaten angefreundet. Ein israelischer Soldat wird sogar eines Tages von einem syrischen Bauern zu einem Hammelessen eingeladen. Der Bauer ißt ein dickes Stück Lende, mindestens zwei Pfund schwer, schlingt es mit großem Genuß hinunter. "Oh", sagt der Israeli. "Jusuf, deinen Appetit möchte ich haben." Bedächtig wischt sich Jusuf den Mund ab. "Hör' mal zu Moische", sagt er. "Was wollt ihr Juden denn eigentlich noch? Erst nehmt ihr uns das Land weg, dann die Häuser und jetzt wollt ihr auch noch unseren Appetit haben!"
Es geht nicht anders: Isaak Palmenzweig und der Deutsche Wilhelm Müller müssen zusammen in Paris in einem Zimmer übernachten. Alle anderen sind besetzt. "Sagen Sie, Herr Nachbar", fragt Isaak vor dem Schlafengehen, "hat sich meine Frau vergessen, den Schlafanzug einzupacken. Könnten Sie mir einen borgen?" "Bitte schön", sagt der Deutsche. "Nehmen Sie den blauen aus meinem Koffer." "Danke schön." Nach weiteren zwei Minuten sagt Isaak: "Entschuldigen Sie bitte, Herr Nachbar: Hat sich Sarah, die meine Frau ist, vergessen, meine Seife einzupacken. Könnt' ich nehmen Ihre Seife?" "Bitte schön, bedienen Sie sich, da liegt meine Seife!" "Danke auch schön!" "Isaak wäscht sich ausgiebig. Dann schaut er sich suchend um. "Bitte schön, Herr Nachbar: Hat Sarah, die mein Weib ist, vergessen meine Zahnbürste. Könnte ich..." "Nein, das kommt überhaupt nicht in Frage", unterbricht ihn der Deutsche. "Hab' ich mir gedacht!" ruft Isaak. "Sind doch alle Deutschen Antisemiten!"
Um dem ewigen Streit aus dem Wege zu gehen, beschließen die katholische Kirche und der jüdische Staat ein Fußballspiel auszutragen. Wer gewinnt, soll das Recht haben zu entscheiden, wie die Geschichte mit Jesus wirklich war. Die einzige Bedingung: Auf der katholischen Seite dürfen nur Priester spielen und auf der israelischen Seite nur Rabbis. Der Papst stellt die Fußballmannschaft zusammen. Der israelische Mannschaftsführer kommt. "Ich hoffe", sagt der Papst, "Sie haben nichts dagegen, daß wir einen deutschen Mittelstürmer haben?" "Wer ist denn das?" "Oh", sagt der Papst, "das ist Monsignore Gerd Müller." "Oh, wissen Sie, Herr Papst", sagt der jüdische Mannschaftsführer, "das macht nichts. Unser Rabbi Beckenbauer wird ihn schon halten."
"Was wollen Sie denn überhaupt?" schimpft ein Christ mit einem Juden. "Wissen Sie überhaupt, wie alt meine Familie ist? Einer meiner Vorfahren hat das Heilige Römische Reich Deutscher Nation mitgegründet!" "Hm", sagt der kleine Jude. "Wenn Sie wollen -einer meiner Vorfahren hat die zehn Gebote geschrieben."
Ein Deutscher, ein Engländer und ein Jude unterhalten sich über ihre Nationalität. "Wenn ich kein Deutscher wäre", sagt der Mann aus Berlin, "möchte ich gerne ein Schweizer sein." "Wenn ich kein Engländer wäre", sagt der Mann aus London, "würde ich gerne Schwede sein." "Wenn ich kein Jude wäre", sagt der Mann aus Tel Aviv, "dann würde ich mich schämen."
Herschel arbeitet in einer israelischen Kinderwagenfabrik. Und nun ist seine Frau schwanger. "Herschel", bittet ihn seine Frau. "Arbeitest du doch in einer Kinderwagenfabrik, und wir sind so arm. Stehlen kannst du keinen Kinderwagen. Also, jeden Abend bring' ein paar Teile mit, dann baust du ihn zu Hause zusammen." "Gut", verspricht Herschel. Monate vergehen. Sarah ist hochschwanger, das freudige Ereignis wird jeden Moment erwartet. "Herschel, Herschel", klagt Sarah. "Jetzt hast du jeden Abend mitgebracht Teile aus der Fabrik und sie zusammengesetzt. Was ist mit unserem Kinderwagen?" "Ich weiß nicht, Sarahleben", meint Herschel bekümmert. "Ich bin ein schlechter Mechaniker. Habe ich die Teile zusammengesetzt drei-, fünf-, sieben-, neun-, elfmal - und immer kommt raus ein Maschinengewehr."
Die Araber haben Schwierigkeiten mit der Ausbildung ihrer Piloten. Besonders für die aus Rußland gelieferten MIG 21 ist die Vielzahl der Instrumente einfach zu schwer. Darauf führen die Araber ihre Verluste gegenüber den Israelis zurück. "Bauen Sie uns ein Flugzeug, das auch für unsere Leute zu bedienen ist einfach", bittet der ägyptische Präsident die Russen. Sie bauen eines. Eine wunderschöne MIG 25, ausgerüstet mit vier Maschinengewehren, die vollautomatisch schießen, sobald sie in der Nähe eines anderen Flugzeuges sind. Jetzt werden die Piloten geschult. "Wunderbar einfach, wunderbar einfach", sagt der russische Ausbilder. "Hier, arabische Brüder, habt ihr drei Knöpfe. Wenn ihr den mittleren preßt - dann startet ihr mit dem Flugzeug. Drückt ihr den linken Knopf - fliegt ihr links rum. Drückt ihr den rechten Knopf - dann fliegt ihr rechts rum." "Wunderbar", lobt auch der ägyptische Präsident. "Und welchen Knopf müssen meine Soldaten drük-ken wenn sie landen wollen?" "Genosse Präsident", sagt der Russe. "Dazu brauchen sie keinen Knopf, das besorgen die Juden."
In einem dunklen Vorort von Tel Aviv. Plötzlich - ein Mann mit einer Maske steht vor Isaak Silberstein. "Geld her!" "Ich hab' kein Geld." "Uhr her!" "Hab' ich keine Uhr." "Ring her!" "Hab' ich keinen Ring." "Was hast du denn?" "Nichts." "Verdammt!" flucht der Räuber. "Dann wirst du mich tragen ein Stück."
Ein Akademiker aus Tel Aviv ist zur Armee eingezogen worden. Schon in der ersten Nacht geht er angeekelt zum Quartiermeister. "Haben Sie etwas gegen Läuse?" fragt er. "Ich?" antwortet der. "Ich habe persönlich nichts gegen Sie."
Moische wird von einer Polizeistreife in Tel Aviv angehalten - wegen Geschwindigkeitsüberschreitung. Der Polizist besieht sich, den Block unschlüssig in der Hand, den Wagen. "Also", sagt er, nachdem er eine Weile den Wagen von allen Seiten beguckt hat. "Also, wenn Sie mir sagen, wie Sie mit diesem alten Karren 140 fahren -dann verzichte ich auf eine Anzeige." "Oh, einfach, einfach", strahlt Moische. "Das sind nur die Reifen." "Die Reifen?" wundert sich der Polizist. "Ja", sagt Moische stolz. "Die Vorderreifen sind aus Ägypten und die hinteren aus Israel."
Ein kleiner Jude steigt aus dem Flugzeug von Tel Aviv aus - auf dem Kennedy Airport in New York. Schnurstracks eilt er zum Taxistand.' "Möchten Sie mich bitte fahren zum besten Golfkurs in der Gegend?" fragt er. "Wo kommen Sie denn her?" fragt der Taxifahrer. "Na, werden Sie fragen - aus Tel Aviv." "Ich fürchte", sagt der Taxifahrer, "ich fürchte, daß Juden auf unserem Golfplatz nicht zugelassen sind." "Ach, Quatsch! Sie werden mich fahren!" Die beiden fahren los. Nach 50 Meilen erreichen sie den Golfplatz. "Was werd' ich bezahlen müssen?" "Hören Sie", sagt der Taxifahrer. "Ich möchte Sie noch einmal darauf hinweisen, daß Sie bestimmt Schwierigkeiten haben. Die werden Sie rauswerfen, weil Sie Jude sind." "Reden Sie nicht dumm", sagt der Mann. "Wieviel?" Der Taxifahrer kassiert. "Soll ich auf Sie warten?" fragt er. "Sie brauchen nicht auf mich zu warten!" sagt der Jude. Er geht mit seinen Golf Schlägern in den Golf-club. Der Taxifahrer wartet dennoch. Es vergeht eine halbe Stunde, ein Stunde. Nach einer Stunde zehn Minuten ertönt plötzlich ein Geschrei hinter der Mauer. Der kleine Jude wird über die Mauer geworfen. "Sehen Sie", sagt der Taxifahrer. "Ich habe Ihnen doch gesagt, Juden sind auf unseren Golfplätzen nicht zugelassen." "Reden Sie keinen Quatsch", sagt der Mann und macht's sich im Wagen bequem. "Es ist Unsinn, was Sie reden. Hab' ich getroffen zwei nette Gentlemen. Haben wir ausgemacht, daß wir spielen pro Loch um 50 Dollar. Hab' ich gewonnen das erste Loch. Waren 100 Dollar. Hab' ich gewonnen das zweite Loch. Waren 200 Dollar. N a, durfte ich abschlagen als erster am dritten Loch. Sehe ich da einen Hügel. Ich nehme meinen Golfschläger, schlage über den Hügel, weil ich bin ein guter Schläger. Die beiden Gentlemen nach mir schlagen an den Fuß von Hügel. Nun gehen wir zu unseren Bällen. Die beiden Gentlemen liegen richtig. Und was ist hinter dem Hügel? Es ist ein tiefer See. Ich habe gehauen meinen Ball genau in den tiefen See, liegt er drei Meter tief im Wasser. Na, was habe ich gemacht? Hab' ich genommen mein Sandeisen, bin ich gegangen zu dem See. Und wie üblich hat sich geteilt das Wasser - und dann haben sie mich rausgeschmissen."
Herschel steht vor Gericht wegen Mord. Und er ist reich. Und er gibt viel, viel Geld aus, damit sein Rechtsanwalt alle die Geschworenen bestechen kann. "Sehen Sie zu", sagt er zu seinem Rechtsanwalt, "daß ich lebenslänglich bekomme anstatt der Todesstrafe." Der Anwalt verteilt Geld und Geld - die Urteilsverkündung ist gekommen. "Lebenslänglich!" verkündet der Richter. Überschwenglich bedankt sich Herschel bei seinem Rechtsanwalt. "Sie haben alles für mich getan, alles, aber auch alles, mein Guter", sagt er. "Gewiß", antwortet stolz der Rechtsanwalt. "Hab' ich gehabt eine große Mühe mit den Geschworenen -sie wollten Sie alle freisprechen."
Der General inspiziert die israelischen Truppen auf der Sinaihalbinsel. "Warum, Herschel, bist du zum Militär gegangen, antworte ehrlich", fragt er. Herschel nimmt Haltung an und macht ein offenes Gesicht. "Es gibt drei Gründe. Erstens liebe ich mein Vaterland Israel über alles. Zweitens gehöre ich zum auserwählten Volk und muß für unser Überleben kämpfen." "Schön", sagt der General, "und was ist der dritte Grund, daß du zum Militär gegangen bist?" "Drei Militärpolizisten haben mich nachts aus dem Bett geholt."
Ein Jude fährt in die von Israelis besetzte Westbank. An seinem Auto hängt eine weiße Fahne. Eine Polizeistreife stoppt ihn. "Wo wollen Sie hin?" "In das Westbankgebiet." "Was soll die weiße Fahne?" "Ich will allen zeigen, daß ich noch neutral bin." "So", sagt der Polizist. "Und was soll das schwere Maschinengewehr auf dem Rücksitz?" "Ja", sagt mit schlauem Lächeln der Fahrer, "falls es einer nicht glaubt."
Moische ist zur israelischen Armee eingezogen worden. Seit fünf Tagen. Am sechsten Tag geht er zum Major: "Ich möchte gerne Wochenendurlaub haben, Major." "Was?", brüllt der Major. "Bist du geworden verrückt? Wochenendurlaub bekommt man nur, wenn man eine Heldentat begeht, wenn man etwas erbeutet, wenn man ein Held ist! Verstanden?" Am nächsten Donnerstag kommt Moische in das Lager gefahren - mit einem nagelneuen ägyptischen Panzer. "Wunderbar!" freut sich der Major. "Das ist eine Heldentat. Ein ägyptischer Panzer! Wochenendurlaub." Moische bekommt Wochenendurlaub. Kaum ist er zurück, kaum ist wieder Donnerstag - schon fährt Moische mit einem neuen ägyptischen Panzer ins Lager. "Phantastisch, das ist wirklich Heldentum", sagt der Major. "Wochenendurlaub für Moische." Und so geht das dreimal, viermal, fünfmal. Jeden Donnerstag kommt Moische mit einem nagelneuen ägyptischen Panzer ins Lager gefahren. Der Major wird stutzig. "Moische, hör zu", sagt er. "Ich glaub' dir, du bist ein Held - aber wie machst du das, daß du jedesmal, am Donnerstag, einen ägypti schen Panzer kriegst?" "Ganz einfach", sagt Moische. "Ich nehme Mittwoch nachts einen von unseren neuen Panzern und dann fahre ich so lange, so lange bis ich die ägyptische Linie erreiche. Und wenn ein ägyptischer Panzer auf mich zukommt - dann öffne ich den Turm und frage: Kamerad, willst du auch Wochenendurlaub? Und dann tauschen wir."
Die israelischen Soldaten sind zum Appell angetreten. Der Feldweibel kommt: "Betet, Söhne des Landes, betet und kämpft bis zu eurem letzten Blutstropfen!" ruft er ihnen zu. "Denn ihr seid das auserwählte Volk." Eine halbe Stunde später trifft der Rabbi den Rekruten Moische im tiefen Gebet versunken. "Was betest du denn, Sohn?" fragt der Rabbi. "Kannst du mir dein Gebet sagen?" "Oh ja", sagt Moische. "Jehova", habe ich gebetet, "ich weiß, ich gehöre zum auserwählten Volk. Aber langsam habe ich die Schnauze voll und frage dich: Kannst du nicht mal ein anderes Volk auswählen?"
Sarah räumt das Bad auf. Sie sieht eine alte Rasierklinge - und wirft sie weg. In dem Moment kommt ihr Mann Uri."Was machst du, Sarah!" ruft er. "Ich werfe deine Rasierklinge weg, die alte." "Was?" schreit ihr Mann. "Die alte? Seit drei Jahren ist sie in meinem Besitz, meine einzige Rasierklinge. Und beide Male habe ich mich nicht geschnitten."
Der kleine Jude wird über die Mauer geworfen. "Sehen Sie", sagt der Taxifahrer. "Ich habe Ihnen doch gesagt, Juden sind auf unseren Golfplätzen nicht zugelassen." "Reden Sie keinen Quatsch", sagt der Mann und macht's sich im Wagen bequem. "Es ist Unsinn, was Sie reden. Hab' ich getroffen zwei nette Gentlemen. Haben wir ausgemacht, daß wir spielen pro Loch um 50 Dollar. Hab' ich gewonnen das erste Loch. Waren 100 Dollar. Hab' ich gewonnen das zweite Loch. Waren 200 Dollar. Na, durfte ich abschlagen als erster am dritten Loch. Sehe ich da einen Hügel. Ich nehme meinen Golfschläger, schlage über den Hügel, weil ich bin ein guter Schläger. Die beiden Gentlemen nach mir schlagen an den Fuß von Hügel. Nun gehen wir zu unseren Bällen. Die beiden Gentlemen liegen richtig. Und was ist hinter dem Hügel? Es ist ein tiefer See. Ich habe gehauen meinen Ball genau in den tiefen See, liegt er drei Meter tief im Wasser. Na, was habe ich gemacht? Hab' ich genommen mein Sandeisen, bin ich gegangen zu dem See. Und wie üblich hat sich geteilt das Wasser - und dann haben sie mich rausgeschmissen."
Grün und Isaak machen einen Ausflug in die Schweizer Berge. Den höchsten Gipfel wollen sie erklimmen. Sie sind fast oben - da reißt das Seil und hilflos hängen die beiden in der Wand. Zwölf Stunden vergehen. 16 Stunden. 24 Stunden. Schneestürme und Kälte drohen die beiden umzubringen. Vom Tal hat man das Drama beobachtet. Ein Hubschrauber der Schweizer Armee steigt auf. Unter Lebensgefahr nähert sich der Pilot der Wand, um die beiden Verunglückten zu retten. Noch anderthalb Meter sind die Flügel des Rotors von dem Felsen weg. "Nei,nei, neu" schreit Grün und winkt ab, als er Schweizer Hoheitszeichen, das Kreuz am Rumpf des Hubschraubers erblickt. "Kommen Sie nicht sammeln! Haben wir schon gegeben im Tal."
"Isaak", beschwert sich Grün. "Jedesmal, wenn ich dich sehe, riechst du und bist schmutzig. Wird doch' Zeit, daß du mal badest." "Nu - bade ich jeden Tag", entrüstet sich der Zurechtgewiesene . "Nun gut, nun gut, glaub ich's", gibt Grün zu. "Aber vielleicht möcht'st du einmal wechseln das Badewasser?"
Kohn ist aufs Land gefahren. Er übernachtet in einer sehr, sehr einfachen Pension. Am andern Morgen kommt er wutentbrannt aus seinem Zimmer. "Hören Sie!" schreit er die Wirtin an. "Es sind ja Wanzen im Zimmer!" "Nuna", antwortet sie. "Wollen Sie für das Geld Nachtigallen haben?"
Sarah hat mit ihrem Mann zusammen viel Geld gemacht. Und angeben möchte sie nun auch. Sie geht in das feinste Porzellangeschäft, und sie kauft ein Service für zwölf Personen für 6000 Mark. "So", sagt sie, bevor das teure Porzellan eingepackt wird. "Und jetzt möchte ich noch, daß auf jeder Tasse, jedem Teller, jeder Schüssel, jeder Sauciere groß unser Name daraufgebrannt ist. Kohn." "Aber, gnädige Frau", sagt die Verkäuferin. "Das geht nicht." "So", sagt Sarah. "So, das geht nicht!" Sie nimmt einen Teller hoch. "Kohn geht nicht, gell? Aber hier steht Rosenthal - das geht?"
"Haben Sie schon mal gemacht eine Fehldiagnose?" fragt Grün den Doktor Blau. "Habe ich. Einmal", gibt Doktor Blau zu. "Wann war das?" "Vor drei Jahren." "Und?" "Kam ein Mann zu mir, klagte über Schmerzen überall. Hab' ich ihm gesagt, er sei nur zu fett, er soll sich mehr bewegen. Hab' ich ihn fortgeschickt." "Ui", sagt Grün. "Und war er sehr krank?" "Nee", sagt Doktor Blau. "Aber Millionär."
"Warum machst du so ein bekümmertes Gesicht?" fragt Herschel seinen Freund Daniel. Der, ein großer Bankier, schüttelt betrübt den Kopf. "Sorgen mach' ich mir, große Sorgen." "Über wen?" "Über meinen Hauptkassierer." "Was macht er denn?" "Seit drei Wochen studiert er alle Flugpläne nach Südamerika."
21 Jahre ist der Herschel nun alt - und will das Elternhaus sang- und klanglos verlassen. "Undankbares Geschöpf!" schreit sein Vater. "Einfach verschwinden wollen, ohne zu bezahlen." "Was soll ich denn bezahlen, Vaterleben?" "Nu!" schreit der Vater wütend. "Neun Monate Miete für deine Mutter und Macherlohn für deinen Vater."
Doktor Grünzweig ist der Einwanderungsarzt, er muß alle neuen Einwanderer in Tel Aviv untersuchen. Dabei bedient er sich gegenüber seinen Schwestern einer solchen Ausdrucksweise, also - man kann schon nicht mehr sagen drastisch. Die Schwestern beschließen, beim nächsten Mal, wenn er wieder irgendeine Schweinerei von sich gibt, sofort alle geschlossen den Raum zu verlassen. Doktor Grünzweig kommt am Montag morgen. "Also, was mir da gestern widerfahren ist", sagt er. "Kam so ein Bus mit Einwanderern, alles polnische Juden. Die sind vielleicht komisch. Haben alle ganz kleine Köpfe gehabt, keine Haare auf der Brust, ganz kleine Brustwarzen, aber jeder einen ungeheuerlichen Schwanz..." In diesem Moment drehen sich, wie abgesprochen, alle Schwestern um und wollen geschlossen den Raum verlassen. "Halt! Halt, halt!" ruft Doktor Grünzweig. "Wohin denn, meine Damen? Ich habe doch noch gar nicht gesagt, wo der Bus mit den Einwanderern steht?"
Einwanderungskontrolle in New York. Der kleine Mann im viel zu großen Anzug ist sehr demütig vor dem Einwanderungsbeamten. "Name?" "Grünspan." "Vorname?" "Herschel." "Geburtsort?" "Tel Aviv." "Religion?" "Höre Sie, Herr Einwanderungsbeamte", sagt da der kleine Mann und streckt seine Brust raus. "Heiße ich Grünspan mit dem Zunamen. Heiße ich Herschel mit dem Vornamen. Bin ich geboren in Tel Aviv. Nun frage ich Sie - werd' ich sein ein Hussit?"
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